OK Google!

2014-07-03 14.37.21Google hat einen Sprachassistenten, was die logische Konsequenz von Apples erfolgreicher Einführung von Siri war. Zwar hört der Assistent sehr gut, nur leider versteht er sehr schlecht und handelt darüber hinaus auch noch inkonsistent.

Anlass dieses Beitrags ist ein Video auf heise.de, in dem die neuen Wearables (in diesem Fall Smartuhren) vorgestellt werden. Gerade diese kleinen Geräte, die man problemlos jederzeit zum Mund führen kann und die aufgrund des winzigen Displays für Sprachsteuerung prädestiniert sind, sollten eine bequemere und effizientere Nutzung von Google-Diensten ermöglichen; leider ist das nicht der Fall. Schon im Video ist zu sehen, dass zwar die Wörter erkannt werden, der Sinn jedoch häufig nicht verstanden wird und dann – zur Frustration des Benutzers – in einer wenig hilfreichen Google-Suche endet. Insbesondere die Kontextsensitivität lässt stark zu wünschen übrig. Wenn ich in Hannover nach dem Weg zum Flughafen frage und dass Gerät über Funkzelle, WLAN und GPS ermitteln kann, dass ich in Hannover bin, dann ist eine Route zum Flughafen München eine wirklich dumme Idee.

Ich versuche seit einiger Zeit die Sprachsteuerung sinnvoll zu nutzen und scheitere regelmäßig. Besonders deprimierend ist es, wenn ein und derselbe Befehl, zu unterschiedlichen Zeiten mal funktioniert und mal nur die Google-Suche anwirft. Wenn man sich in einschlägigen Foren umhört, stellt man schnell fest, dass man nicht alleine ist und das Problem schon lange besteht. Insbesondere die Navigation scheint hiervon betroffen zu sein, während Erinnerungen zuverlässiger funktionieren.

Aus meinem Sprachbefehl „Erinnere mich morgen daran PayPal zu kündigen“ wurde die Erinnerung „Zu kündigen“, obwohl die Spracherkennung den Satz zu 100% korrekt erkannt hatte. Dass Google den erweiterten Infinitiv nicht umwandeln kann, ist zwar doof, aber hinnehmbar. Das Objekt hingegen wegzulassen, macht das ganze Feature nutzlos.
Wenn ich hingegen versuche genauere Angaben zu machen (Datum und Uhrzeit), hört die Spracherkennung gerne mitten im Satz auf, weil die (viel zu geringe) maximale Länge erreicht ist. Und wenn man es durch sehr schnelles Sprechen dann doch noch schafft, alle Informationen erkennbar auszusprechen, verschluckt sich Google am 24-Stunden-Format und setzt einen Besprechungstermin für „9 Uhr“ auf 21 Uhr. Mein Gerät ist selbstverständlich auf das 24-Stunden-Format eingestellt, aber Google scheint diese simple Information nicht auswerten zu können.

Apple ist auch nicht perfekt

Ein kleiner Trost bleibt mir aber, wenn meine Apple-Fan-Kollegen von Siri schwärmen. Die semantische Verarbeitung von Siri ist zwar viel besser, aber dafür hapert es wohl häufiger an der Spracherkennung selber. Es ist ein schwacher Trost, aber immerhin etwas 😉

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Social Sharing Reloaded

Seit einiger Zeit schon kann man auf dieser Webseite durch Klicken der üblichen Buttons Inhalte direkt auf Facebook, Google+ und Twitter verbreiten. Heute habe ich nun ein Plugin aktiviert, welches das automatische Laden der Buttons verhindert und somit die Betreiber dieser Netzwerke daran hindert, euch mit diesem Blog in Verbindung zu bringen.

Wer mehr darüber erfahren will, dem sei dieser c’t-Artikel empfohlen.

Persönliche Anmerkung: Meine Motivation ist nicht Paranoia, sondern der Versuch das Prinzip der Datensparsamkeit auch im Kleinen zu praktizieren.

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